„Europa braucht weniger Markt und mehr Brüssel. Wer weniger Brüssel will, leugnet die Lehren der Bankenkrise.“
Jetzt wird mir auch klar, warum sich Angela Merkel kürzlich den Hintern gebrochen hat: zu viel Andrang von außen.
„Europa braucht weniger Markt und mehr Brüssel. Wer weniger Brüssel will, leugnet die Lehren der Bankenkrise.“
Jetzt wird mir auch klar, warum sich Angela Merkel kürzlich den Hintern gebrochen hat: zu viel Andrang von außen.
Peter Turi zitiert aus dem Horizont-Interview (23/2014, S. 11) mit Bascha Mika, Co-Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau: Auch eine gedruckte Zeitung brauche künftig eine „Community“, die bereit ist, zu bezahlen, „so wie eine freikirchliche Gemeinde ihren Pfarrer bezahlt, damit er predigt“. Dieser Gemeinde dürfe man dann „nicht irgendeinen Schrott anbieten“.
Eine Tageszeitung wie ein freikirchliches Gemeindeblatt betreiben zu wollen und das als Unabhängigkeit von „Anzeigenerlösen“ und Garantie für höherwertige Berichterstattung zu feiern, sagt einiges aus über Anspruch und Selbstverständnis des zeitgenössischen „unabhängigen und kritischen“ Journalismus.
Ich habe mal versucht, die europäische Politik nach den Wahlen zum EU-Parlament in einem Satz zusammenzufassen. Fazit: Es geht.
Wer immer noch glaubt, mit der Teilnahme an den Wahlen zum EU-Parlament habe man als als Bürger der EU politischen Einfluss nehmen können, der möge Zeitung lesen (z.B. diese Artikel auf Spiegel Online oder Welt Online, beides Medien, die nun wirklich nicht in dem Ruf stehen, antieuropäisch zu sein). Weder handelt es sich bei dem Straßburger Parlament um ein Parlament, das den Namen verdient, noch handelte es sich um eine demokratische Wahl, noch haben die Bürger einen Einfluss auf die Politik der EU. Eine Teilnahme an einer solchen „Wahl“ hilft dabei, einen Apparat, dessen Aufgabe es ist, oberhalb jeglicher demokratischer Kontrolle zu agieren, demokratisch erscheinen zu lassen. Die EU demokratisch reformieren? „Pimpen“ Sie ein Bobbycar, wenn Sie fliegen wollen?
„Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo hat bei der Europawahl zweimal seine Stimme abgegeben. Die Aufregung ist groß. Dabei ist es doch gerade das Prinzip bei Europawahlen, dass die Stimmen mancher Wähler mehr wert sind als die anderer. So ist beispielsweise eine abgegebene Stimme in Luxemburg zehnmal mehr Wert als eine in Deutschland. Insofern ist die Lorenzo einfach nur ein konsequenter Pro-Europäer, zumal er garantiert nicht die AfD gewählt hat.
Am 23. Mai 2014 habe ich im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre BioInnovationsZentrum Dresden“ einen Vortrag gehalten mit dem Titel: „Raus aus dem Elfenbeinturm! Was Wissenschaft gegen Wissenschaftsskepsis tun kann“. Dieser Vortrag ist seit heute hier online.
Vor den anstehenden Wahlen zum EU-Parlament schallt wieder der Satz über den Kontinent: «Keine Toleranz gegenüber Intoleranten!» Aber stimmt das? Oder ist das nicht eher intolerant? Ein Plädoyer für die bedingungslose Toleranz gegenüber Worten und Gedanken.
A new packaging of washing powder called ‘Ariel’ has caused the latest German PC-shitstorm, reports the German weekly Focus.
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Heute ist ein weiterer, jedoch sehr viel ausführlicherer Kommentar von mir bei Cicero Online erschienen.
Währenddessen haben sich, wie der „Focus“, berichtet, bereits ein Politiker, ein in der Vergangenheit des Besitzes von kinderpornographischen Fotos Angeklagter sowie ein im Internet scheinbar schlecht bewerteter Arzt bei Gericht gemeldet und fordern die Streichung von Links. Schon jetzt wird gemutmaßt, der EuGH werde Heerscharen von Löschern brauchen, um dem neuen Bedarf am kollektiven „Blitzdingsen“ gerecht zu werden.
In der juristischen Presseschau der „Legale Tribune Online“ vom 16. Mai 2014 wurde mein Kommentar in der „Welt“ zum Google-Urteil des EuGH genannt.