Alle Beiträge von Matthias Heitmann

Frankfurter Rundschau: Predigerjournalismus als Geschäftsmodell?

 Peter Turi zitiert aus dem Horizont-Interview (23/2014, S. 11) mit Bascha Mika, Co-Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau: Auch eine gedruckte Zeitung brauche künftig eine „Community“, die bereit ist, zu bezahlen, „so wie eine freikirchliche Gemeinde ihren Pfarrer bezahlt, damit er predigt“. Dieser Gemeinde dürfe man dann „nicht irgendeinen Schrott anbieten“.

Eine Tageszeitung wie ein freikirchliches Gemeindeblatt betreiben zu wollen und das als Unabhängigkeit von „Anzeigenerlösen“ und Garantie für höherwertige Berichterstattung zu feiern, sagt einiges aus über Anspruch und Selbstverständnis des zeitgenössischen „unabhängigen und kritischen“ Journalismus.

Die EU demokratisch reformieren? “Pimpen” Sie ein Bobbycar, wenn Sie fliegen wollen?

Wer immer noch glaubt, mit der Teilnahme an den Wahlen zum EU-Parlament habe man als als Bürger der EU politischen Einfluss nehmen können, der möge Zeitung lesen (z.B. diese Artikel auf Spiegel Online oder Welt Online, beides Medien, die nun wirklich nicht in dem Ruf stehen, antieuropäisch zu sein). Weder handelt es sich bei dem Straßburger Parlament um ein Parlament, das den Namen verdient, noch handelte es sich um eine demokratische Wahl, noch haben die Bürger einen Einfluss auf die Politik der EU. Eine Teilnahme an einer solchen „Wahl“ hilft dabei, einen Apparat, dessen Aufgabe es ist, oberhalb jeglicher demokratischer Kontrolle zu agieren, demokratisch erscheinen zu lassen. Die EU demokratisch reformieren? „Pimpen“ Sie ein Bobbycar, wenn Sie fliegen wollen?

Der doppelte Staatsbürger

„Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo hat bei der Europawahl zweimal seine Stimme abgegeben. Die Aufregung ist groß. Dabei ist es doch gerade das Prinzip bei Europawahlen, dass die Stimmen mancher Wähler mehr wert sind als die anderer. So ist  beispielsweise eine abgegebene Stimme in Luxemburg zehnmal mehr Wert als eine in Deutschland. Insofern ist die Lorenzo einfach nur ein konsequenter Pro-Europäer, zumal er garantiert nicht die AfD gewählt hat.

„Was Wissenschaft gegen Wissenschaftsskepsis tun kann“

„Raus aus dem Elfenbeinturm! Was Wissenschaft gegen Wissenschaftsskepsis tun kann“
Impulsvortrag im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung „10 Jahre BioInnovationsZentrum Dresden“ am 23. Mai 2014. Eröffnung und Begrüßung von Dr. Bertram Dressel, Geschäftsführer der TechnologieZentrumDresden GmbH.

Das Vortragsskript findet sich hier.

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Artikelliste Öffentlichkeit & Privatsphäre

 

 

 

 

 

 

Toleranz gibt’s nur am Stück!

Vor den anstehenden Wahlen zum EU-Parlament schallt wieder der Satz über den Kontinent: «Keine Toleranz gegenüber Intoleranten!» Aber stimmt das? Oder ist das nicht eher intolerant? Ein Plädoyer für die bedingungslose Toleranz gegenüber Worten und Gedanken.

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