Alle Beiträge von Matthias Heitmann

Neinneinnein da schreib ich nicht?! Gedanken zu Broders Abschied von der Weltwoche

Zensur, Blockierung, Zensieren, Zensiert

30.06.2022 – Jeder kann frei entscheiden, wo er veröffentlichen möchte und wo nicht.
Würde ich jedem Medium absagen, das von Antisemiten oder anderen Leuten gelesen wird, deren Standpunkte ich abgrundtief ablehne, ich hätte noch nie irgendwo etwas publiziert. Auch nicht auf Achgut.
Warum also diese Selbstcancellung von Broder? Ich dachte, es geht beim Publizieren gerade auch darum, dies dort zu tun, wo anders Gestrickte sind.
Journalismus sei, so hat mal ein kluger Mann gesagt, das zu veröffentlichen, was andere nicht lesen wollen, der Rest sei Public Relations.
Warum zieht sich Broder nun in die PR zurück? Ich finde das bedauerlich, zumal ich ihm in der Sache weitgehend zustimme.

FreiHeitmann goes Comedy

Comedy gegen den Zeitgeist – das geht? Logisch! Comedy ist eine Form, ein Gefäß.  Ob und wenn womit man sie füllt, bleibt jedem selbst überlassen. Es ist nicht mal verboten, bei Stand-up Comedy zu sitzen.  Wenn man aber schon aufsteht, dann sollte man zumindest wissen wofür.

Dass Comedy naturgemäß oberflächlich und unpolitisch sei und es der GenZ mehr um Gag-Dichte als um inhaltliche Tiefe gehe, ist ein böses Vorurteil. Nur weil Kinder Comics lieben, heißt das ja nicht, dass es nicht auch Erwachsenen-Comics gibt.

Wem Comedy zu oberflächlich ist, der möge das ändern. Gesagt, getan: FreiHeitmann stellt sich dem „generation gap“, wagt sich raus aus der Komfortzone des zunehmend erwachsenilen Kabaretts und ab auf die Comedy-Bühnen…

Kostproben gefällig? Na dann…

 

 

FreiHeitmanns Befreiungsschlag: Die Systematik des Systemversagens

10.06.2022 – Vieles an der heutigen Konfliktlage erinnert an die Anfangszeiten des Ersten Weltkriegs. Der größte Unterschied ist aber die Unfähigkeit und auch Unwilligkeit der Politik, die Menschen in irgendeiner Form von irgendetwas zu überzeugen. Im Gegenteil: Anstatt Erwartungen zu wecken, werden wir darauf getrimmt, uns mit dem Scheitern des Alltags und mit dem Ende aller noch so banalen Gewissheiten zu arrangieren.