WochenWahnsinn (KW03-2018): Zeitgeisterstunde – Anleitung zum Ausbruch aus der Stag-Nation

„Wir nehmen den pessimistischen Zeitgeist unserer Tage aufs Korn nehmen und zeigen, dass es viele gute Gründe für Optimismus gibt. Wir brechen eine Lanze für die Meinungsfreiheit, für die Neuerfindung der Demokratie von unten und wir machen Lust  auf „Höher Schneller Weiter“!“, erklärt Zeitgeisterjäger Matthias Heitmann im Gespräch mit Tim Lauth die gemeinsame Idee der „Zeitgeisterstunde“, die am Sonntag, den 21. Januar 2018 zum dritten Mal im Frankfurter Kabaretttheater „Die Schmiere“ stattfindet. Während am Sonntag die SPD darüber entscheidet, ob sie sich dem Wählervotum wie auch der Stimmung der eigenen Mitglieder offen entgegenstellt oder nicht, diskutieren Heitmann und Lauth über die echte Bedeutung von Demokratie: Zu ihr gehört mehr als das Abwählen von Politiker, die dann trotzdem weiterregieren. Ebenfalls auf dem Plan der Zeitgeisterstunde steht: der Ausbruch aus der Alternativlosigkeit und das Bilden von Banden gegen Misanthropen!

19.01.18:  Anleitung zum Ausbruch aus der Stag-Nation

WochenWahnsinn (KW01-2018): Ein Sportverein ist keine Partei

Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt e.V., hat die AfD als „Nazis“ und „braune Brut“ bezeichnet und angekündigt, keine Nazis im Verein zu dulden. Nun haben hessische AfD-Politiker Strafanzeige wegen Beleidigung und Verleumdung gestellt. Zeitgeisterjäger Matthias Heitmann und Antenne-Frankfurt-Moderator Tim Lauth diskutieren in der ersten Ausgabe ihrer Radiokolumne „WochenWahnsinn“ über diese Posse. Für Heitmann ist der Verhalten beider Seiten typisch für die gegenwärtige Debattenkultur: „Ich denke, dass Eintracht Frankfurt gerade aufgrund der eigenen Geschichte souverän Toleranz üben sollte gegenüber Leuten, die eine andere Weltsicht haben. Dass viele AfD-Sympathisanten genau hierzu nicht in der Lage und auch nicht willens sind, ist ja bekannt. Die Strafanzeige der beiden AfD-Sprecher gegen Fischer ist ein weiteres Beispiel für den sehr instrumentellen Umgang mit Meinungsfreiheit und Toleranz. Diesen Umgang findet man aber nicht nur bei der AfD, sondern auch bei vielen ihrer Gegner. Auf dieses Niveau sollte sich die Eintracht nicht begeben.“

05.01.18: Ein Sportverein ist keine Partei

WochenWahnsinn (KW52-2017): 2017 – das Jahr zwischen den Jahren

Zum Jahreswechsel sprechen Zeitgeisterjäger Matthias Heitmann und Antenne-Frankfurt-Moderator Tim Lauth über den Sinn der Redewendung „zwischen den Jahren“. Eigentlich sei das komplette Jahr 2017 ein „Jahr zwischen den Jahren gewesen“, sagt Heitmann: „Ein Blick auf die westliche Welt zeigt: Wir leben in einer Phase des Übergangs, in der Altes über den Haufen geworfen wird, aber noch nicht durch etwas wirklich Neues und Sinnmachendes ersetzt wird. Dennoch gibt es viele Gründe für Optimismus,  denn solange Dinge unklar sind, sind sie auch veränderbar. Daher wäre Besinnung wirklich gut, aber nicht im Sinne von „Besinnlichkeit“ oder von „Rückbesinnung“ auf alte Wahrheiten, sondern Besinnung auf menschliche Stärken, auf die zukunftsorientierten Werte der Moderne, auf gesellschaftlichen und technischen Fortschritt und darauf, dass wir uns alle weiter weiterentwickeln können, wenn wir es wollen.“
In diesem Sinne: Machen Sie es in 2018 gut, und besser!

30.12.17: 2017 – das Jahr zwischen den Jahren

Besinnt Euch!

In der Adventszeit geht es um den Abschluss mit dem Alten und den Aufbruch ins Neue. Das erfordert die Bereitschaft, eigene Gewissheiten zu hinterfragen, und den Mut, zu neuen Ufern aufzubrechen. Immerhin: Der geistige Hausputz hat einen schönen Nebeneffekt.

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Der WochenWahnsinn (KW49-2017): Die US-Botschaft an die Welt: Friedhofsruhe ist nicht friedlich

„Ich bezweifle, dass Donald Trump Lösungen für die Konflikte in der Welt und im Nahen Osten liefert. Ich weiß aber, dass er nicht deren Ursache ist“, sagt Zeitgeisterjäger Matthias Heitmann in der aktuellen Ausgabe der Audiokolumne „Der WochenWahnsinn“ im Gespräch mit dem Antenne-Frankfurt-Moderator Tim Lauth. „Man kann Trump auch nicht vorwerfen, vom richtigen Pfad der internationalen Friedenspolitik abzuweichen. Es gibt keinen Pfad: Der Friedensprozess im Nahen Osten stagniert seit Jahren, und dazu hat federführend Barack Obama beigetragen mit seiner ängstlichen und zugleich gewalttätigen Außenpolitik. Seit Jahren läuft westliche Außenpolitik nach demselben Muster ab: Die Weltgemeinschaft bläht Konflikte auf und eskaliert sie, und anschließend tritt sie sich die Füße platt in den Krisenregionen der Welt und ruiniert dabei nicht nur die dortigen Gesellschaften und deren Zukunft, sondern auch unseren Glauben an die Demokratie.“

08.12.17: Die US-Botschaft an die Welt: Friedhofsruhe ist nicht friedlich

Der WochenWahnsinn (KW 48-2017): Antiterror-Lego fürs gute Gefühl

 

„Die Risiken, über die jeder redet, sind in der Regel nicht die größten, sondern nur die populärsten“, sagt Zeitgeisterjäger Matthias Heitmann in der aktuellen Ausgabe der Audiokolumne „Der WochenWahnsinn“ zu seinem Gesprächspartner, dem Antenne-Frankfurt-Moderator Tim Lauth. Die wie Legosteine angemalten oder in Geschenkpapier eingepackten Antiterror-Lkw-Sperren auf den Weihnachtsmärkten sind knapp ein Jahr nach dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidtplatz Indizien für die Absurdität der Sicherheitsdebatte: Sie halten weder Lkws in voller Fahrt auf, noch tragen sie zum Sicherheitsempfinden bei. Heitmann weiter: „Solche Pseudo-Schutzmaßnahmen führen dazu, dass es den Leuten immer schwerer fällt, echte Risiken von gefühlten zu unterscheiden. Man sollte versuchen, sich mit seinem Wohlgefühl unabhängig zu machen von angeblich objektiven Sicherheitseinschätzungen. Wahrscheinlich gibt es heute kaum etwas Aufmüpfigeres, als sich der Angstkultur einfach zu verweigern und keine Angst zu haben.“

01.12.17: Antiterror-Lego fürs gute Gefühl

Matthias Heitmann